Vorstellung Ökoaktionsplan Brandenburg

Pressekonferenz zur Vorstellung des Ökoaktionsplan Brandenburg durch Agrarminister Axel Vogel

Ökoaktionsplan für Brandenburg vorgestellt

Es gehörte etwas Mut dazu, fünfzig Akteure aus Land- und Lebensmittelwirtschaft in Brandenburg zu beauftragen, einen Ökoaktionsplan für Brandenburg in einem partizipativen Prozess zu erarbeiten. Ziel des Ökoaktionsplans ist, die Region Brandenburg/Berlin nachhaltig mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln zu versorgen.

Am Freitag, 29 Oktober 2021, nach nur 6 Monaten Erarbeitungszeit, konnte Agrarminister Axel Vogel den Plan der Öffentlichkeit vorstellen. „Wir verstehen Ökoanbau nicht als Selbstzweck, sondern wir verstehen es auch als ein Instrument, um für Einkommen in den landwirtschaftlichen Betrieben zu sorgen“, sagte Minister Vogel auf ein der Pressekonferenz. Schon jetzt würden mit 14,4 Prozent so viele Landwirtschaftsflächen ökologisch bewirtschaftet wie noch nie. Doch bis 2024 sei noch einiges zu tun. Denn dann sollen es bereits 20% der landwirtschaftlichen Nutzfläche sein.

Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich die Regierungsparteien vorgenommen, bis Ende 2021 einen Aktionsplan vorzulegen und den ökologischen Flächenanteil nachhaltig zu steigern.“ Damit wollen wir auch den Beitrag der Landwirtschaft zum Schutz von Klima, Umwelt und biologischer Vielfalt steigern und den regionalen Bio-Sektor entlang der gesamten Wertschöpfungskette stärken,“ sagte Minister Vogel. Mit ihm auf dem Podium Sascha Philipp als Sprecher der Ökoverbände und Elke Röder, Sprecherin der Terra Naturkost Handels KG.

Für die Ökoverbände erfüllt sich damit „eine langjährige Forderung“, so Philipp und ergänzt „besonders hervorzuheben sind die Maßnahmen zur Verbesserung der Wertschöpfungskette, die vom Landwirt bis zum Verbraucher neue Impulse geben können.“ Für Elke Röder ist klar, die Arbeit geht jetzt erst richtig los. Denn „mit dem Ministerium haben wir konkrete Maßnahmen erarbeitet, die nun in einem gemeinsamen Prozess umgesetzt werden.“  

Ein Brandenburger Bio-Qualitätssiegel, analog des Siegels für Baden-Württemberg, soll dazu beitragen regionale Bio-Angebote im Rahmen öffentlicher Ausschreibung klar zu kennzeichnen. Darüber hinaus formuliert der Ökoaktionsplan konkrete Maßnahmen zur Stärkung des Wissenstransfers, der Förderung von Umstellung, Beratung und Vernetzung. Das Agrarministerium möchte außerdem eine neue Förderrichtlinie für klimaschonende Wertschöpfungsketten formulieren, regionale Marktberichte und die Durchführung von Marktinformationsveranstaltungen in Auftrag geben.

Die Umsetzung von 20 Prozent Ökoanbau in Brandenburg werde rund 50 Millionen Euro pro Jahr kosten. Laut Minister Vogel zahlt das Land davon zehn Prozent. Der Rest werde aus europäischen Mitteln sowie Geldern aus dem Bund finanziert.

Hier geht es zum kompletten Ökoaktionsplan

Hier geht es zu den ausführlichen Maßnahmensteckbriefen

Brandenburg Aktuell-Sendung vom 29.10.2021

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